A. Wärmetauscher, Super-Wärmetauscher
Bereits seit Jahrzehnten gehören Einrichtungen zur Wärmerückgewinnung und auch zur Einsparung von Elektroenergie zu den anerkannten Regeln der Technik (siehe auch Verbundsystem).
Nur aufgrund der hohen zusätzlichen Investitionskosten von ca. 10 bis 80% haben sich solche Energiespartechniken bisher bei der konventionellen Frisch-/Ablufttrocknung von Holz – wie in anderen Bereichen auch – nicht durchsetzen können. Dieses Bild wandelt sich in letzter Zeit zusehends bei hohen Preisen für Elektroenergie und Wärmeenergie. Solche Zusatzinvestitionen lassen sich nur bei hohen Einsparungen von Energiekosten rechtfertigen, denn auch die Verzinsung des aufzuwendenden Mehrkapitals muss in eine Wirtschaftlichkeitsrechnung eingehen.
Dann ist neben unserem bereits vor über 10 Jahren vorgestellten Verbundsystem (bei mehreren Kammern) und den bekannten Dachsystemen zur Luftvorwärmung auch unser Turbo-Unit bzgl. der Gesamtkosten pro m³ getrocknetem Holz sehr interessant! Nur eine fachgerechte Energie- und Investitionskostenplanung – abgestimmt auf die betrieblichen Parameter wie Kosten für Wärme bzw. Strom sowie Holzarten/-stärken kann die Entscheidung für diese Mehrinvestition bringen.
Das Turbo-Unit vereint mehrere Komponenten, die einen konventionellen Standardtrockner auf höheres Effizienzniveau bringen können:
- vergrößerte Heizregisterflächen bedeuten weniger Druckverlust für die Ventilatoren und sparen so bereits 20 bis 30% elektrische Energie ein
- ein sehr großzügig ausgelegter Kondensator auf dem Dach der Kammer (Zusatzventilator und aufwendige Maßnahmen zum Erhalt des Wirkungsgrades erforderlich, z.B. gegen Verharzung, Verkrustung, Zusetzen mit Holzstaubresten, Korrosion ...) entzieht der normalerweise verlorenen Abluft einen Großteil der Feuchtigkeit, so dass sie auf hohem Temperaturniveau anstelle von kalter Frischluft wieder verwendet werden kann. Tatsächliche Frisch- und Abluftmengen werden auf ein Minimum reduziert. Das spart Wärmeenergie, kostet aber Zusatzstrom. Zulässig ist dies nur bei der Trocknung von dünnerem Weichholz. Bei starkem Weichholz sowie allen Harthölzern führt diese künstliche, sehr trockene Frischluft zu Oberflächenrissen und sogar Kollaps.
- Um besonders trockene „künstliche Frischluft“ zu erhalten reicht die Umgebungsluft als Kühlmedium nicht aus. Es werden Zusatzmaßnahmen erforderlich (z.B. Kühlwasser).
- Die sehr trockene, „künstliche Frischluft“ kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen und auf niedrigerem Temperaturniveau schneller trocknen. Das führt zu noch weniger erforderlicher Ventilatorleistung und –betriebsdauer und damit zu einer Gesamteinsparung von Elektronenergie.
B. Großventilatoren, Spezial-Heizregister, Zwischen-
Heizregister (bei Gleiswagenbeschickung)
Bei der Trocknung dünner Weichhölzer können weitere Maßnahmen im Hard- und Softwarebereich sinnvoll sein. Ihr Einsatz erfordert eine genaue betriebswirtschaftliche Betrachtung.
zurück zur vorherigen Seite
|